CSB - COMMUNITY SUPPORTED BUILDING

CSB (Community Supported Building) setzt altbewährte gemeinschaftliche Baumethoden in einen aktuellen gesellschaftlichen, juristischen und gewerblichen Rahmen. Ziel ist es eine kostengünstige, ökologische und gesamtheitlich-langfristig sinnvolle Alternative zu den gängigen Gewerbebauten in Industriebauweise zu entwickeln.

 

Kosten

Um die Kosten für die sonst teurere, ökologische Bauweise zu senken gibt es mit dem CSB die Möglichkeit interessierte Menschen in den Bauprozess einzubinden, und dadurch einen Mehrwert für den Betrieb, aber auch für die Unterstützer*Innen zu bieten.

 

Gemeinschaftliches Bauen

Die Bauweise mit ökologischen Baustoffen soll durch die Unterstützung von Menschen, die sich mit dem Projekt identifizieren, ermöglicht werden.  CSB bindet Menschen über die klassische Verkäufer-Kunden-Beziehung hinaus in den Betrieb ein, und bietet dadurch einen Mehrwert für den Betrieb, aber auch für die Abnehmer*Innen.

 

Ökologie

Das CSB-Modell soll außerdem darauf aufmerksam machen, welche weitreichenden ökologischen Auswirkungen die Errichtung von Gewerbehallen hat, und dass es eine leistbare Alternative zu Hallen in Industriebauweise gibt.

Ausgangspunkt des CSB ist die Beobachtung, dass ein großer Teil der in Österreich errichteten Gewerbebauten

(z.B. Produktions-, Verkaufs- oder Lagerhallen) in industrieller Bauweise errichtet werden. Diese bestehen meist aus einer Stahlkonstruktion mit Paneelfassade. Diese Bauweise wird von Gewerbetreibenden oft gewählt, da die Errichtungskosten um ca. 10% niedriger liegen als bei vergleichbaren Holzbauweisen. Bei der Entscheidungsfindung bleiben allerdings einige Aspekte oft unberücksichtigt.

 

CO2 Ausstoß

So zum Beispiel die Tatsache, dass Paneelfassaden bei ihrer Produktion ca. das Dreifache ihres Eigengewichts an CO2 ausstoßen, bei der Produktion von Stahl ist es das ca. 2,6-fache.

 

Bei der Umsetzung einer 400m2 Großen Gewerbe-Halle von in ökologischer Bauweise anstatt in Industriebauweise kann eine Menge von ca. 230 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht einer Menge an CO2 die ein PKW ausstößt, wenn er 39 Mal um die Erde fährt.

Bereits bei der Planung wird auf den Einsatz ökologischer Baumaterialien und die Nutzung lokaler Ressourcen und Synergien geachtet. Die konkrete Umsetzung wird so gestaltet, dass sich auch nicht Bau-Profis an den Bauarbeiten beteiligen können.

 

So können z.B. die Fundamente, das Holztragwerk und das Dach durch professionelle Firmen hergestellt werden (was auch in Bezug auf die Gewährleistung wichtig ist). Der Rest wird durch die Mithilfe von Helfern*Innen an sog. Aktionstagen realisiert.

 

Kostenreduktion

Dadurch können die Baukosten für eine Produktionshalle von 756€/m2 (Holzhalle) und 691€/m2 (Stahlhalle) auf bis zu

425€/m2 (CSB Holzhalle) reduziert werden.

 

(Berechnung anhand einer 400m2 großen Produktions- bzw. Lagerhalle)

Die Kennwerte wurden anhand einer Gewerbehalle mit einer Größe von 12x35m (ca. 400m2 Nutzfläche) und einer Firsthöhe von ca. 5m berechnet.

Die Gegenüberstellung hat ergeben, dass die Holzhalle mit Strohballendämmung ein Einsparungspotenzial von 105 Tonnen CO2 aufweist, während die Stahlhalle mit Paneelfassade eine Menge von 125 Tonnen CO2 ausstößt. Das entspricht einer Differenz von 230 Tonnen CO2.

 

GWP Global Warming Potential

Dieser Unterschied resultiert aus den sehr unterschiedlichen GWP(Global Warming Potential)-Werten für die verwendeten Baustoffe. Bei der Produktion von einer Tonne Stahl werden ca. 2,6 Tonnen CO2 ausgestoßen, bei einer Tonne Paneelfassade sind es fast 3 Tonnen CO2. Im Gegensatz dazu werden bei der Produktion einer Tonne Schnittholz etwa 1,2 Tonnen CO2 gebunden, bei Strohballen sind es rund 1,3 Tonnen.

Infoblatt downloaden...

CSB

Die ökologische Alternative zur Paneelhalle!